Donaukreuzfahrt mit der A-Rosa Donna im August 2009


Gesamter Inhalt: Kreuzfahrt Reiseberichte



Donaukreuzfahrt mit der A-Rosa-Donna vom 01.08. – 08.08.09 – Passau – Bratislava – Budapest – Esztergom – Wien –Krems – Melk – Passau

Nach einigen Hochseekreuzfahrten wollten wir einmal das Flair einer Fahrt auf der Donau kennen lernen. Vor einigen Jahrzehnten fuhren wir schon einmal auf der Wolga und dem Don mit einem in Wismar gebauten Schiff.

Anreise:

Da wir eine weite Anreise hatten, reisten wir bereits einen Tag vorher mit dem ICE an, übernachteten im IBB-Hotel, das sich unmittelbar am Passauer Hbf befindet, zur Anlegestelle sind es auch nur 15 Minuten zu Fuß. So hatten wir genügend Zeit und Muße, die Stadt an den drei Flüssen ausgiebig zu inspizieren. Flussreisende mit Starthafen Passau kann ich das wärmstens empfehlen.

Einschiffung:

Pünktlich um 15.00 begann die Einschiffung für die DONNA und BELLA, beide lagen im Doppelpack am Kai. Bereits gegen Mittag konnten wir unser Gepäck auf dem A-Rosa-Kreuzer deponieren. Ein gewohntes Bild aus A-ROSA-Hochseereisen, die Damen bekamen eine Rose überreicht, in der Kabine stand eine gefüllte Vase bereit.

Kabine:

Kurz vor Reisebeginn bekamen wir noch ein Kabinenupgrade auf eine A-Kabine(15,5 qm!), ein Wunschtraum auf manchen KF-Schiffen, im Heckbereich. Die Ausstattung war gut, „Aida-Bezüge“ waren nicht zu übersehen, das Bad klein, aber praktisch. Positiv: kein Duschvorhang. Der Service hier sehr gut, nach dem Frühstück war alles wieder hergerichtet.

Passagiere:

Bei voller Belegung haben 243 P. Platz, auf unserer Reise waren es 206, hauptsächlich Deutsche, aber auch ein paar Holländer und Engländer.

Pünktlich wurde abgelegt, die BELLA zuerst, nach einem kurzen Schwenk auf der Donau, vorbei am Inn- und Ilz-Zufluss, begann die 8-tägige Donau-KF.

Noch vor Erreichen der ersten Schleuse, 11 waren es bis Budapest, ging es zur üblichen Sicherheitsübung, allerdings ohne Schwimmweste, in die Lounge am Bug, von der man einen herrlichen Ausblick hatte. Hier fanden auch die abendlichen Veranstaltungen und Infos statt.

Das erste Abendessen stand auf dem Plan. Die „Schlacht“ am Büffet, die keine war, ließ erahnen, dass der Küchenmeister (ein Deutscher) und seine Mannschaft  uns verwöhnen würden. Im farblich gut abgestimmten Restaurant, back- und steuerbordseitig, gab es 2-er, 4-er Tische. Das SB-Büffet war äußerst vielseitig, von hoher Qualität, wer hier nichts Passendes fand, dem war nicht zu helfen, auch zum Frühstück war die Auswahl groß. An Getränken standen Karaffen mit Mineralwasser auf dem Tisch, morgens natürlich die üblichen Säfte. Die Auswahl zum Nachmittagskaffee war beeindruckend. Auch die Teeliebhaber kamen voll auf ihre Kosten. Die Bier- und Saftpreise waren moderat, lediglich die Weinpreise (ausgenommen der Hauswein) waren überhöht.

Außer der Reihe konnte man sich an landesüblichen Spezialitäten beköstigen, der Frühschoppen durfte auch nicht fehlen, auch das Mixen von Cocktails durch die Offiziere.

Die Begrüßung durch den Kapitän (ein Ungar) und die Vorstellung der Mannschaft beschloss den ersten Tag. Wer danach noch Lust und Laune hatte, konnte dem DJ Frank lauschen.

Anlaufhäfen

Die slowakische Hauptstadt Bratislava erreichten wir am Nachmittag. Vorab durchfuhren wir Wien, auf der Rücktour stand die österr. Hauptstadt auf dem Programm. Da nur wenig Zeit bis zum Ablegen zur Verfügung stand, erkundeten wir die gut erhaltene Altstadt in Eigenregie und waren sichtlich überrascht. Viele Parkanlagen, Brunnen und Wasserläufe waren uns aufgrund der Hitze sehr willkommen. Auch ein kühles „Helles“ in den vielen Freiluftcafes (sehr günstige Preise) tat das Übrige. Bratislava ist eine Reise wert.

Nach einer ruhigen Nachtfahrt erreichten wir gegen 9.00 Uhr die ungarische Metropole Budapest. Schnell frühstücken war angesagt, denn die Einfahrt wollte keiner verpassen. Buda und Pest begrüßten uns bei herrlichstem Wetter. Phänomenal, die Sehenswürdigkeiten der ungarischen Hauptstadt vom Schiff aus zu betrachten. An der Margareteninsel vorbei ging es zum Anlieger. Zwischen 2 Brücken machte die DONNA fest .Eine Stadtrundfahrt stand auf dem Programm .Die Buda- und Pestseite wurden umfassend erkundet. Beeindruckend immer wieder der Ausblick vom Gellertberg auf das Panorama der Metropole. Wegen des tollen Wetters wurde die ung. Folklore aufs Sonnendeck verlegt, imposant dann Budapest bei Nacht, alle Brücken waren angestrahlt. Am nächsten Morgen stand noch ein Bummel durch die Markthalle und die Vaci Utca (bekannte Einkaufsmeile)an. Am Gesamtbild der Hauptstadt hat sich einiges verändert, jedoch besteht noch ein großer Nachholebedarf.

Vorbei am bekannten Donauknie ging es Richtung Esztergom. Schon lange vor dem Anlegen waren die Türme der Basilika zu sehen. Wir pilgerten auf eigene Faust bis zum Fuß der Burg.

Am nächsten Tag war dann ausgiebig Zeit, das Sonnendeck, den Pool (mit Gegenstromanlage) oder den Spa-Bereich zu nutzen. Mir hatte es die Sauna angetan. Das Oberdeck hätte ein paar mehr Sonnenschirme nötig. Auf österr. Gebiet musste sehr oft das Sonnendeck wegen der Brücken verlassen werden. Interessant immer wieder, die vorbeifahrenden KF-Schiffe zu beobachten. Es ist müßig, alle aufzuzählen. Ca. 125 Schiffe sollen auf der Donau kreuzen.

In Wien zählte ich nach Ankunft 25 an der Anlegestelle. Das Panorama auf beiden Seiten der Donau war imposant. Schon bei der Buchung der Reise hatten wir uns für die geführte Stadtrundfahrt entschieden und sollten es nicht bereuen. Ein junger, sehr kompetenter Reiseführer zeigte und mit voller Begeisterung „sein“ Wien. Belvedere, Hofburg und Prater waren nur einige Stationen. Auch hier war die Vielfalt der angebotenen Ausflüge, einige schienen aber überteuert. In der Lounge konnte man am Abend Wiener Musik hören. Ein Stadtbummel durch die Kärtnerstr. (enttäuschend, überall Baustellen) am nächsten Tag ergänzte das Programm, mit der U-Bahn ist das Zentrum schnell zu erreichen. Erst gegen 23.00 verließen wir Wien Richtung Wachau. Es sollte die Königsetappe der Fahrt werden.

Wir wurden nicht enttäuscht. Krems wurde erreicht, die Ausflügler und Biker gingen von Bord. Die Donna bahnte sich den Weg durch eine Landschaft voller Wein, Sehenswürdigkeiten , Geschichte und Geschichten. Traumhaft, die vorbeiziehende Landschaft vom Oberdeck aus zu betrachten. Die beiden Benediktinerstifte Melk u. Göttweig begrenzen die Wachau. In Melk war ein kurzer Stop zum Zusteigen der Ausflügler. Bereits in Krems kam es zum Wiedersehen mit der BELLA. Allein diese Etappe war die Kreuzfahrt wert.

Am Abend wurde zum Farewell Drink in der Lounge geladen. Die am Abend vor den Kabinen stehenden Koffer waren das unvermeidliche Zeichen: die KF ist fast zu Ende. Ruhig und fast lautlos brachte uns die A-Rosa Donna am nächsten Morgen wieder nach Passau.

Fazit: Unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt, in 2010 lockt uns der Rhein.




© Peter Borowsky